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Medizinische Soforthilfe nach Vergewaltigung

Foto: Tim Reckmann/pixelio.de

Mit einer Pressekonferenz wurde am 25.11.2015 der offizielle Start des neuen Angebotes für Opfer von Sexualstraftaten bekannt gegeben. Im Wetteraukreis können sich Opfer einer Vergewaltigung fortan medizinisch versorgen und auf Wunsch eine vertrauliche Spurensicherung durchführen lassen, ohne eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Die medizinische Versorgung wird vom Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim angeboten. In der Klinik liegen die dazu notwendigen Untersuchungskits und Dokumentationsbögen zur gerichtsverwertbaren Befunderhebung vor. Im Anschluss an die Untersuchung werden die Materialien ein Jahr lang in der Rechtsmedizin in Gießen aufbewahrt. Sollte sich die Betroffene in diesem Zeitraum zu einer Anzeige entschließen, können die gesicherten Spuren dann von der Polizei verwertet werden. Kommt es nicht zur Anzeige, wird das Material nach Ablauf des Jahres entsorgt.

Darüber hinaus besteht für Frauen und Mädchen das Angebot einer psychosozialen Begleitung durch den Frauen-Notruf Wetterau e.V. Betroffene Männer und Jungen können an entsprechende Fachstellen weitergeleitet werden.

Das Angebot richtet sich in erster Linie an Frauen, steht aber auch Männern zur Verfügung.

Weitere Informationen gibt es beim Frauennotruf Wetterau e.V. www.frauennotruf-wetterau.de oder im Internet unter www.soforthilfe-nach-vergewaltigung.de

 

 

veröffentlicht am: 25.01.2016

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