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Kreispräventionsbeirat tagt

Von links nach rechts: untere Reihe: Jürgen Kapp, Polizeidirektor des Polizeidirektion Wetterau, Thorsten Fleischer, Leiter der Direktion für Verkehrssicherheit und Sonderdienste Polizeipräsidium Mittelhessen, Gerd Breukel, Seniorenbeirat Wetterau, Kornelia Schäfer Leiterin des Sonderfachdienstes Frauen und Chancengleichheit in der Friedberger Kreisverwaltung und Leiterin der Koordinierungsstelle des Kreispräventionsrates Landrat Joachim Arnold Obere Reihe: Claudia Taphorn, Koordinierungsstelle Kreispräventionsrat, Thorsten Samsa, Direktion Verkehrssicherheit und Sonderdienste Polizeipräsidium Mittelhessen, Justina Buch, Staatliches Schulamt, Dirk Zettner, Netzwerk gegen Gewalt, Hans Peter Krämer, Leiter Jugendberatung und Jugendhilfe e.V. Wetterau

Seit vier Jahren arbeiten Vertreterinnen und Vertreter von Polizei, Kommunen, Institutionen, Initiativen und Vereinen im Wetterauer Präventionsbeirat  zusammen, um mit dem gesammelten Fachwissen zur Gewalt-, Sucht- und Kriminalprävention beizutragen.

In den vergangenen Jahren wurden Konzepte zur Förderung von gewaltfreiem, suchtfreiem und kriminalitätsfreiem gesellschaftlichen Zusammenleben initiiert und weiterentwickelt. Örtliche Präventionsgremien wurden unterstützt und durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit für das Thema Prävention sensibilisiert. „In Zeiten, wo unsere finanziellen und personellen Ressourcen immer knapper werden, brauchen wir Netzwerke mehr denn je, um auch in Zukunft auf gesellschaftliche Herausforderungen reagieren zu können, die jeder für sich alleine nicht bewältigen kann“, sagte Landrat Joachim Arnold bei der Tagung.

Ein wesentliches Informationsmedium ist die neue Internetpräsenz des Kreispräventionsrates, wo neben dem dreimal jährlich herausgegebenen Newsletter wichtige Informationen zur Präventionsarbeit und Veranstaltungen im Wetteraukreis veröffentlicht werden.

Kriminalstatistik Wetterau  - Zahl der Delikte um ein Drittel niedriger als im Landesdurchschnitt

Polizeidirektor Jürgen Kapp, Leiter der Polizeidirektion Wetterau in Friedberg, stellte dann die Fallzahlenentwicklung bei den Strafdelikten vor. Anders als es oftmals vermutet wird, ist die Zahl der Delikte in den letzten Jahren zurückgegangen, nämlich von 17.017 im Jahre 2003 auf 12.829 im vergangenen Jahr. Parallel dazu stieg die Aufklärungsquote von exakt 50 Prozent auf 56,8 Prozent. Um die Zahl vergleichbarer zu machen, wird die Delikthäufigkeit pro 100.000 Einwohner errechnet. Die liegt im hessischen Durchschnitt bei 6.429. In der Wetterau sind es 4.364. Bei der Struktur der Gesamtkriminalität überwiegen Delikte gegen das Vermögen, wozu neben einfachem und schwerem Diebstahl auch Ladendiebstahl, schwarzfahren und Fahrradklau zählen.

Zu den Zielen der Wetterauer Polizeidirektion zählt die Einrichtung von Präventionsräten in allen Kommunen, die als freiwillige Arbeitskreise der Gewalt und Kriminalität präventiv vor Ort begegnen. Dabei sollen die vorhandenen öffentlichen Institutionen und sozialen Einrichtungen genutzt und vernetzt werden. Angesprochen sind dafür Vereine, Verbände, Kirchengemeinden, Gewerbevereine, soziale Einrichtungen, Institutionen, Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen, Parteien, Wohnungsbaugesellschaften, Polizei und Stadt- und Gemeindeverwaltungen. „Statt des Einsatzes privater Sicherheitsdienste, sollte die Ordnungspolizei in den Kommunen verstärkt werden.“, so Polizeidirektor Kapp.

Maximal mobil im Alter

Künftig will sich der Kreispräventionsrat stärker dem Thema demografischer Wandel widmen. „Gesundes und aktives Altern setzen neben körperlicher und geistiger Fitness ausreichend Mobilität, soziale Integration und Partizipation voraus. Gerade im ländlichen Gebiet ist es ein wichtiges Ziel, möglichst lange mobil zu bleiben“, fordert Landrat Arnold.

Das Polizeipräsidium Mittelhessen hat dazu eine Verkehrspräventionsaktion für Seniorinnen und Senioren ins Leben gerufen. Unter dem Titel: „MAXimal mobil bleiben – mit Verantwortung“ werden Tipps und Hinweise für Mobilität mit verschiedenen Verkehrsmitteln vermittelt. Thorsten Fleischer und Thorsten Samsa von der Direktion für Verkehrssicherheit des Polizeipräsidiums Mittelhessen stellten die Ziele und Angebotsbausteine der Aktion den Mitgliedern und den Bürgermeistern und Bürgermeisterinnen vor. Denn ab  Mitte nächsten Jahres soll „MAXimal mobil bleiben“ auch im Wetteraukreis starten.

Kornelia Schäfer, Leiterin des Sonderfachdienstes Frauen und Chancengleichheit in der Friedberger Kreisverwaltung und Leiterin der Koordinierungsstelle des Kreispräventionsrates, will die Kommunen stärker in die Arbeit des Kreispräventionsrates einbeziehen. Dazu sollen verschiedene Workshops angeboten werden, um die Präventionsarbeit orientiert am Bedarf vor Ort in den Kommunen gemeinsam auszubauen.

veröffentlicht am: 01.12.2014

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